Fragt die Eltern! ist eine breit angelegte Studie über das elterliche Wohlbefinden in Deutschland von einem der renommiertesten Familienforscher in Deutschland.
In dieser detaillierten Studie wird das kindliche Wohl aus Sicht der Eltern betrachtet und es entsteht ein sehr dichtes Bild über das Familienleben und Elterndasein in Deutschland.
Im Zentrum steht das subjektive Wohlbefinden der Eltern. Untersucht wird der zeitliche Aufwand für die Erziehung der Kinder, die subjektive Sicht der Eltern auf die Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und das berufliche Engagement.
Dabei nimmt das subjektive Wohlbefinden der Eltern eine Schlüsselkategorie für die Entwicklungsperspektive der Kinder ein, denn die Zufriedenheit der Eltern ist eine wichtige Ressource für die kindliche Entwicklung ? denn die kindliche Entwicklung wird nicht allein davon bestimmt, ob Eltern angemessene Erziehungsstile, Erziehungsziele und Bildungsaspirationen für ihre Kinder entwickeln oder ob und inwieweit sie über die entsprechenden ökonomischen Ressourcen verfügen, den Herausforderungen des Lebens gesundheitlich gewachsen sind und sich im beruf bewähren können, sondern auch davon, wie sie selbst ihre Lebensumstände subjektiv einschätzen und interpretieren."
Hier stellt sich natürlich auch die Frage nach den Bedingungen, die für das subjektive Empfinden und Interpretieren der eigenen Lebensumstände eine Rolle spielen. Ist das subjektive Wohlbefinden nicht grundlegend von den ökonomischen Ressourcen und dem gesundheitlichen Zustand der Individuen geprägt?
Ausgewählte Faktoren, wie der Einfluss von Bildung, Beruf, Einkomme, Gesundheit, Familie und Familienpolitik auf das subjektive Wohlbefinden werden in der Studie geprüft.
Die entscheidende Ausgangsprämisse dieser Studie ist jedoch, dass ein subjektives Wohlbefinden nicht notwendigerweise von externen Faktoren abhängt, sondern vielmehr von der durch Sozialisation erworbenen Persönlichkeitsstruktur der Individuen.
Mehr politische Toleranz gegenüber unterschiedlichen elterlichen Präferenzen und Lebensentwürfen leitet die Studie aus den Ergebnissen ab. Weiter sollte die Familienpolitik ihre Perspektive um die Frage des elterlichen Wohlbefindens erweitern.
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