Social Media Handbuch, Daniel Michelis und Thomas Schildhauer (2012)

 

 

Das Social Media Handbuch hat den zusätzlichen Titel Theorien, Methoden und Praxis. Dieser Untertitel entspricht auch der Gliederung des sehr empfehlenswerten Handbuchs. Im ersten Teil wird das Drei-Ebenen-Modell sozialer Medien beschrieben. Der zweite Teil befasst sich mit Methoden und Modellen, die als Leitfaden für die Lösung von Praxisproblemen dienen könnte. Im dritten Teil werden ausgewählte Praxisfälle dargestellt und die erfolgreichen Lösungsansätze gezeigt. Diese Praxisbeispiele scheinen auch auf andere Fälle übertragbar und somit sehr wertvoll für die Anwendung, da sie auch immer mit Theorieansätzen anschließend analysiert werden.

Das Buch ist sehr anschaulich aufgebaut und enthält zahlreiche Grafiken und Schaubilder. Hilfeich und der Übersichtlichkeit dienend sind die Praxistipps und Kernsätze, die zentrale Aussagen eines jeden Kapitels zusammenfassen.

Exemplarisch für viele Modelle und Theorien möchte ich auf zwei Theorien eingehen, die im Buch ausführlich dargestellt werden.

Für Virale Marketingstrategien ist die Tipping-Point-Theorie (Malcom Gladwell) zentral, die im ersten Teil des Buches dargestellt ist. Nach dieser Theorie verbreiten sich die Inhalte im Netz manchmal epidemisch und erfolgt nach drei Gesetzmäßigkeiten:
- Das Gesetz der Wenigen (wenige Menschen können bereits eine Veränderung herbeiführen),
- der Verankerungsfaktor (Inhalt der Botschaft) und
- die Macht der Umstände (Natur der Idee kann durch äußere Umstände stark gesteigert werden).

Im Cluetrain Manifest (Levine, Locke, Searls, Weinberger) geht es um 95 Thesen, die sich durch das Internet auf das Marketing auswirken und beachtet werden sollten, wenn man erfolgreiches Marketing im Netz machen will. Die zentrale Aussage der Thesen ist, dass Märkte Gespräche sind und diesen Gesprächen genau zugehört werden sollte, um erfolgreiche Marketingstrategien entwickeln zu können.

Im dritten Kapiel werden zwei Anwendungsbeispiel dieser beiden Theorien an Praxisbespielen sehr anschaulich aufgezeigt. In diesen Anwendungsbeispielen, die mit der jeweiligen Theorie als Folie aufgezeigt werden, sehe ich auch die eigendliche Stärke dieses Handbuchs. So werden die meisten Theorien und Modell in einem konkreten Anwendungsbeispiel dargestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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