Joseph Stiglitz, der Nobelpreisträger für Ökonomie, beschäftigt sich in seinem jüngsten Buch mit den Ursachen der sozialen Ungleichheit in den USA.
Seiner Meinung nach ist das Wirtschaftssystem instabil, ineffizient und ungerecht. Wirtschaftliche Märkte sorgen für ein hohes Maß an Ungleichheit. Gleichzeitig ist in den USA immer noch der Mythos der Chancengleichheit vorherrschend. Der amerikanische Traum wird jedoch immer mehr zum Traum als zur Realität, wie Joseph Stiglitz mit zahlreichen Statistiken über die Aufstiegsmobilität der Amerikaner belegt. Wer unten ist, bleibt unten. Die unbegrenzten Möglichkeiten sind Mythos und keine Realität mehr. Dies belegt er an der niedrigen Lebenserwartung der Amerikaner, an der hohen Säuglingssterblichkeit, den wandelnden sozialen Verhaltenweisen, der weltweit höchsten Inhaftierungsrate. In Amerika werden genauso viel Geld für
Haftanstalten ausgegeben, wie für Hochschulen.
Stiglitz Buch ist ein Plädoyer für die Occupy-Bewegung. In seinem Buch belegt Stiglitz, warum die Occupy-Bewegung sich weiter mobilisieren und wehren muss, weil es die Regierungen seit Jahren versäumen sich mit den ökonomischen Schlüsselfragen zu beschäftigen und sich für die Interessen der Mehrheit einzusetzen.
Auch unter den Amerikanern gibt es 2/3 von Befürworter.
Ein ungezügelter Kapitalismus erzeugt nach seiner Meinung nach die bestehende soziale Ungerechtigkeit, die zunehmenden Umweltschäden und die Ausbeutung der Armen. Diese von der Politik ungezügelte Form des Kapitalismus hat den Menschen zudem zu seinem Nachteil verändert.
Das kapitalistische System dient nicht den Interessen der Allgemeinheit.
Die Ursachen liegen jedoch auch am Versagen des politischen Systems, welches sich ebenfalls nicht sonderlich für die Interessen der Allgemeinheit stark macht.
Das Buch belegt die These, dass die Politik den Markt so gestaltet, dass die Reichen auf Kosten der Armen leben. Das Armutsmaß, welches für Entwicklungsländer angelegt wird hat sich von 1996-2011 verdoppelt.
Die zunehmende Ungleichheit hat System.
Als Beispiel für seine These führt er die Verlusten der Hypothekendarlehen an, die zum Verlust des Vermögens von Millionen von Menschen führte.
Als Fazit des Buches kann man zusammenfassen, dass die Ungleichheit in den USA gemacht wurde. Die Ungleichheit ist ein Ergebnis staatlicher Politik. Die Regierung hätte die Macht, Geld umzuverteilen.
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