Erde - Duato

Copyright der Aufnahmen © Fernando Marcos

Der spanische Choreograf, Nacho Duato ist kein unbekannter in der Berliner Tanzszene.  Seit der Spielzeit 2014/2015 ist er Intendant des Staatsballetts Berlin. Mit seinem aktuellen Stück Erde greift er ein Thema auf, dass aktueller nicht sein könnte. Es geht um den Umgang mit der Erde, der Verschwendung von Ressourcen und um den Klimawandel.

Angesichts der aktuellen Politik Trumps stehen bereits gemachte Errungenschaften und weltweit erzielter Konsens um die Dringlichkeit dieser Thematik wieder auf dem Spiel.
Ein Stück zur richtigen Zeit, welches Menschen zeigt, die sich vor einem apokalyptischen Abgrund befinden.

Die Tänzerin, Ksenia Ovsyanick, wirkt in ihrem Reptilienkostüm beinahe willenlos ihren beiden Tanzpartnern ausgeliefert und wird hin- und her gerissen. Das Stück ist an einigen Stellen sehr gewaltvoll. In weiteren Pas de Deux werden die Tänzerinnen beinahe mit Plastik erstickt.

Die gelungene Umsetzung dieser aktuellen Thematik wird von dem Berliner Publikum gefeiert. Dazu tragen auch die Musik, die an das den Club Berghain erinnert und die märchenhaften Kostüme der Designerin Beate Borrman bei.
Das Stück thematisiert den ökologischen Fußabdruck der Menschen, die verschwenderisch mit ihren Ressourcen umgehen. In vielen Tanzszenen wird die Unterdrückung der Natur durch die menschliche Gewalt veranschaulicht.
Duato hat sich für ein positives Ende der apokalyptischen Endzeitstimmung entschieden. Die Glocken des Petersdoms in Rom läuten. Die Natur hat sich regeneriert. Wasser und Grün bestimmen das Bühnenbild.

 

Copyright der Aufnahmen © Fernando Marcos